Alternativen in der tschechischen Stromversorgung

Die gleichnamige internationale Konferenz fand am 14.-15.November 2002 in Cesky Krumlov (Krumau) statt. An der Konferenz nahmen Entscheidungsträger, Experten und NGO-Vertreter aus Tschechien, Österreich, Deutschland, Großbritannien und aus dem Europäischen Parlament teil.

Die Realisierung der Nullvariante – Verzicht auf die Fertigstellung und Inbetriebnahme des AKW Temelin – ist angesichts der enormen Überkapazität nicht nur möglich, sondern erweist sich sogar als ökonomisch äußerst vorteilhaft. Die Einsparungen können in diesem Fall die Höhe der bisherigen Investition von 95 Milliarden Kronen (ca. 3 Milliarden €), die leider unwiederbringlich verloren ist, erreichen. Auch die multikriterielle Analyse zur Nullvariante, in deren Rahmen die Bereiche Sicherheit, Ökonomie, Umwelt und Arbeitsmarkt ausgewertet wurden, weist die Nullvariante als die überlegene Option aus.
Im Rahmen der Konferenz konnten alle relevanten Bereiche erörtert und in einer offenen Atmosphäre diskutiert werden. Es liegen nun alle nötigen Informationen zu den Möglichkeiten vor, auf die Fertigstellung und Inbetriebnahme des AKW Temelin zu verzichten. Diese Informationen können als fachliche Grundlage für Gespräche und Verhandlungen auf allen Ebenen herangezogen werden. Es erscheint nun von vorrangiger Bedeutung, die tschechische Regierung zur Aufgabe ihrer Blockadehaltung und zu einer seriösen Diskussion der Nullvariante zu bewegen.