Zahnlose Stresstests: Berlakovich als Wegbereiter der Atomlobby

AKW´s ohne Containment müssen möglichst rasch stillgelegt werden

PRESSEMITTEILUNG

(25. Mai 2011) Gestern wurde von einem Kompromiss bei den anvisierten Stresstests für europäische AKW´s berichtet. Umweltminister Berlakovich hat dies auch umgehend begrüßt und als seinen Erfolg reklamiert. In Wirklichkeit hat sich allerdings die Atomlobby in allen wichtigen Punkten durchgesetzt. Die Tests sollen von den Betreibern der Atomkraftwerke vorgenommen und durch die nationalen Behörden überprüft werden. „So wurde das von Berlakovich gelieferte populistische Schlagwort von der Atomlobby dankend aufgegriffen, um die Folgen der Fukushima-Katastrophe möglichst zu verharmlosen“, erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. „So muss sich der Minister den Vorwurf gefallen lassen, als Wegbereiter der Atomlobby zu agieren“.

Als sehr auffällig muss die Tatsache bezeichnet werden, dass die Frage der Sicherheit von Kernkraftwerken ohne Containment im Zusammenhang mit den Stresstests überhaupt nicht angesprochen wurde. Das Versagen solcher Anlagen wurde der Weltöffentlichkeit eindrucksvoll vor Augen geführt. Es ist auch klar, warum dies von Minister Berlakovich nicht eingefordert wurde: Der Umweltminister ist für die Geheimhaltung von Informationen zur Frage des fehlenden Containments des AKW Mochovce in guter Kooperation mit der slowakischen Atomlobby verantwortlich. So wird man sich lieber mit der Frage befassen, ob sich auf einem Hügel in Südböhmen eine 10 Meter hohe Tsunami-Welle bilden kann. „Die wichtigste Lehre aus der Fukushima-Katastrophe ist: AKW´s ohne Containment müssen möglichst rasch stillgelegt werden“, erklärt Pavlovec. „Alles andere sind nur Ablenkungsmanöver, die zur Täuschung der Öffentlichkeit dienen“, so Pavlovec abschließend.